Ohne Scheitern kein Erfolg!

Halten Sie aus Angst vor Misserfolgen an Zielen fest, die nicht mehr zu Ihrem Leben passen? Wie Sie diese Angst überwinden, verrate ich Ihnen hier.

Ein Elefant sitz auf einen Ast und schaut in die endlose Wüste

Der richtige Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen!

Schließen Sie einmal die Augen und hören Sie in sich rein. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie erfolgreich sind? Bestimmt haben Sie eine positive Stimmung, sind motiviert und fühlen sich bestätigt. Und jetzt denken Sie mal an Ihren letzten Misserfolg. Wie klein haben Sie sich gefühlt? Vielleicht hat das Scheitern an Ihrem Ego gekratzt und Ihr Selbstwertgefühl geschrumpft? Keine Sorge, so geht es vielen: Bei Misserfolgen neigen wir nicht nur dazu, unsere Kompetenzen infrage zu stellen, sondern häufig uns selbst gleich mit. Hingegen macht uns Erfolg selbstbewusster und beflügelt uns in unseren Aktivitäten, unsere Risikobereitschaft steigt. Wir strahlen Erfolg und Zufriedenheit aus, sodass auch Mitmenschen unseren Erfolg wahrnehmen. Garantiert ein gutes Gefühl, oder?

Als dritter Teil der Themenreihe „Endlich loslassen können“ erfahren Sie in diesem Artikel nützliche Denkanstöße zum Umgang mit Misserfolgen. Vielleicht nagt ja gerade ein Misserfolg an Ihnen? Dann beantworte ich gern folgende Fragen:

  • Wer urteilt über Erfolg und Misserfolg?
  • Wie werde ich meinen Erfolgsdruck los?
  • Wie kann ich mit Misserfolg besser umgehen?
  • Woran messe ich meinen beruflichen Erfolg?
  • Passen meine Erfolgskriterien zu meinem Leben?

Sie sollten Ihre Selbstwertgefühl stärken!

Natürlich sind wir in unserer Leistungsgesellschaft auf Erfolg gepolt. Gute Leistungen und gesellschaftlich erwünschte Anpassung werden belohnt, das fängt in der Schulzeit an und zieht sich durchs Berufsleben. Wir streben nach beruflichem Erfolg und sind daran gewöhnt. Doch das kann sich ändern. Insbesondere wenn erfolgsverwöhnte Menschen scheitern, fallen sie tief. Frühe Studien über strukturelle Langzeitarbeitslosigkeit haben gezeigt: Je extremer die Fallhöhe in die Arbeitslosigkeit war, desto schlechter ging es den Betroffenen. Resignation, Hoffnungslosigkeit und Suchtverhalten waren in diesen Fällen besonders stark ausgeprägt.

Zum Glück haben sich die Zeiten geändert. Heute hat sich das Wirkungsfeld, in dem wir erfolgreich sein dürfen, deutlich erweitert. Nun gehört auch die Selbstverwirklichung zum Erfolgsmodell. Sich selbst und seine Lebenswünsche zu verwirklichen ist zum gesellschaftlich anerkannten Ziel geworden. Frei nach dem Motto „Ich mach mein Ding“.

Erfolg ist also nicht mehr nur mit beruflichem Erfolg gleichzusetzen, vielmehr misst er sich an allen Bereichen des Lebens. In der heutigen Zeit sind erfüllende Beziehungen zu Freunden und Partnern mindestens genauso wichtig wie der berufliche Erfolg und gehören zur individuellen Entfaltung dazu. Das Gute daran: Wer in seinem sozialen Umfeld Unterstützung erfährt, landet beim Scheitern meist sicherer auf den Füßen und steht schneller wieder auf.

Die digitale Welt schürt Selbstzweifel

Unsere schöne neue Welt im Netz setzt uns unter Erfolgsdruck. Teils so massiv, dass Misserfolgserlebnisse vorprogrammiert sind. Denn wir setzen uns Erfolgskriterien, die kaum zu erfüllen sind. In allen sozialen Medien geht es schlichtweg ums Vergleichen, Liken und Ranken. Aus diesem Grund erreicht der Trend zur Selbstoptimierung absurde Dimensionen. Selbstzweifel treiben uns permanent an: Erreichen wir unser Tagesziel an Schritten? Ist unser Gewicht in der richtigen Range? Smarte Körperwaagen wiegen heute nicht nur Ihr Gewicht, nein, es wird gleich in eine Community weitergepostet und mit anderen verglichen. Sofort wird uns klar, dass andere schlanker sind. Wir fühlen uns als Verlierer und setzen uns immer stärker unter Druck. Schließlich wollen wir genauso perfekt wie die anderen sein. Studien belegen, dass dieser Perfektionismus mittlerweile zu einer Art Volkskrankheit geworden ist.

Frau vergleicht sich

Hören Sie auf sich mit der ganzen Welt zu vergleichen.

So gehen Sie mit Erfolgsdruck um

Hören Sie auf, sich mit der ganzen Welt zu vergleichen. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf sich und hinterfragen Sie, ob Ihr Bewertungssystem richtig justiert ist:

  • Vergleichen Sie sich wirklich mit den richtigen Personen?
  • Bewerten Sie 90 von 100 Prozent als Erfolg oder bereits als Misserfolg?
  • Was haben „die Besseren“ erreicht und wie war der Durchschnitt?
  • Was haben Sie in Ihrem Leben bereits alles erreicht?


Auf diese Weise wird die Auswahl der Personen, mit denen Sie sich vergleichen, wieder realistischer. Sie hören auf, sich immer nur mit den Besten zu vergleichen. Denn das hilft niemandem weiter. Fehler passen einfach. Auch Ihnen. Aber durch einen Fehlschuss wird man nicht gleich zu einer schlechten Fußballspielerin oder einem schlechten Fußballspieler.

Den gesunden Umgang mit Niederlagen lernen

Machen Sie sich unabhängiger von Erfolg und Misserfolg! Denn beides gehört zum Leben. Entscheidend ist, wie Sie mit Ihren Erfolgen und Misserfolgen umgehen. Es lohnt sich immer, einen Misserfolg kritisch zu überdenken: „Was ist denn wirklich passiert?“ Vielleicht ist es gar nicht so tragisch? Messen Sie sich nicht grundsätzlich an den Besten, sondern beachten Sie auch durchschnittliche Erfolge. Das wird Sie zufriedener machen. Durch einen realistischen Anspruch an sich selbst verringern Sie die „Fallhöhe“ und akzeptieren eine Niederlage leichter. Mit der nötigen Akzeptanz fallen nicht in ein psychisches Tief, aus dem Sie kaum rausfinden.  

Selbstkritik ist natürlich berechtigt, wenn Sie geschludert haben, sich nicht vorbereitet auf etwas haben oder sich zu sehr auf andere verlassen haben. Solange Sie aber ehrlich von sich behaupten können, Ihr Bestes gegeben zu haben und das nicht gereicht hat, sind destruktive Selbstzweifel unangebracht. Stattdessen sollten Sie lieber Ihre Ziele überdenken. Passen Ihre Ziele noch zu Ihrer Lebenssituation?

Wenn ja: Könnten Sie versuchen, sich noch stärker in die Erreichung Ihres Zieles reinzuhängen? Manchmal braucht es einfach mehrere Anläufe. Aber sobald der Aufwand und die Belastung zu groß werden, sollten Sie das Vorhaben loslassen und Ihren Plan B aus der Tasche ziehen. Fragen Sie sich, ob es ratsam ist, dieses eine Ziel weiterzuverfolgen. Oder gewinnen Sie nicht mehr, wenn Sie dieses Ziel aufgeben und sich für etwas Anderes, etwas Neues öffnen? Wenn das so ist, sollten Sie dieses Ziel konsequent loslassen.

So finden Sie Ihre Motive, Werte und Ziele

Befreien Sie sich als erstes von Ihren Erfolgsbildern und Glaubenssätzen, die Sie schon lange mit sich rumschleppen. Bestimmt sind einige dabei, die Sie irgendwann von anderen übernommen haben und die gar nicht mehr zu Ihren Leben passen. Lassen Sie alte Erfolgsbilder und Glaubenssätze los. Sobald Sie das getan haben, können Sie sich Ihren eigenen Werten, Motiven und Zielen zuwenden.

Motive, Werte und Ziele verändern sich im Laufe unseres Lebens. Sie kennen das: Was hat sich nicht alles durch Ihre Heirat verändert. Oder mit der Geburt Ihres ersten Kindes. Bestimmt eine Menge. Wir alle erleben diese oder andere Veränderungen und sollten uns immer wieder die Zeit nehmen, um Klarheit über folgende Fragen zu gewinnen:

  • Für was stehe ich heute?
  • Was spornt mich an?
  • Was ist mir wichtig?
  • Was möchte ich erreichen?


Auf diese Weise machen Sie sich Ihre individuellen Motive (Antreiber), Werte (Prinzipien) und Ziele bewusst. Natürlich braucht dies Zeit und eine gewisse Übung. Vielleicht fällt es Ihnen schwer, sich für eine Antwort zu entscheiden oder den ein oder anderen Aspekt klar zu benennen. Sehr viel einfacher gelingt dies mit dem Personality Profiler. Diesen wissenschaftlich fundierten Test können Sie bei mir einfach online ausfüllen. Das dauert meist nur eine halbe Stunde und danach wird Ihnen die Auswertung sehr viel mehr Klarheit über Ihre Motive, Werte, Ziele geben. Und nicht nur das, Sie erhalten auch spannende Einblicke in Ihre Charaktereigenschaften und Ihre Stärken. Was sehr wichtig ist. Schließlich sollten Sie sich auch immer fragen, ob Sie all die Kompetenzen besitzen, mit denen Sie Ihre Ziele in die Tat umsetzen können. Das ist selten der Fall. Meistens stellt sich heraus, dass bestimmte Kompetenzen erweitert werden sollten. Dann können Sie sich fragen, ob der Aufwand lohnt, sich diese anzueignen. Oder ob Ihr Ziel eventuell doch zu hochgesteckt ist. Ziele, die weit über die eigenen Fähigkeiten und Kräfte gehen, sollte man besser loslassen.

Meine wichtigsten Erfolgstipps für Sie

Ein erfolgreiches und zufriedenes Leben beinhaltet immer auch Scheitern. Im beruflichen Bereich kann das ein gescheitertes Projekt, nicht erreichte Ziele oder der Verlust eines Jobs sein. Was auch immer Ihnen passiert, lassen Sie Misserfolge los und blicken Sie nach vorn. Denn Sie wissen ja bereits aus meinem letzten Blogbeitrag über das „Loslassen üben“: Wenn etwas endet, fängt auch immer etwas Neues an. Daher gibt es eigentlich kein Scheitern im negativen Sinne, sondern nur einen lebenslangen Prozess des Lernens und der Neuausrichtung.

Jede Veränderung hat immer zwei Seiten. Sie kommen am besten mit Veränderungen klar, wenn Sie sich ihnen stellen und diese annehmen. Ob Sie Ihr Leben als erfolgreich wahrnehmen oder nicht, hängt von Ihren Maßstäben und Ansprüchen ab. Welche Parameter haben Sie? Wie wichtig ist Geld für Sie? Ihre Karriere? Ihr Status? Oder ist es Ihnen wichtiger, das auszuleben, was Ihnen Ihre Persönlichkeit an individuellen Charaktereigenschaften, Möglichkeiten und Talenten bietet und teils ungenutzt in Ihnen schlummert?

Sie haben Ihren Erfolg selbst in der Hand, aber es gehört auch immer etwas Glück dazu. Dieses Quäntchen Glück begegnet uns meist durch Menschen, die in uns etwas Positives, Wertvolles sehen und uns unterstützen. Daher biete ich Ihnen als Karriereberater und Business Coach ein kostenloses Erstgespräch an, in dem wir konkret auf Ihre aktuelle Situation eingehen. Sie können sich dadurch ein klares Bild über mein Coaching-Angebot verschaffen und mich kennenlernen.

Die Themenreihe „Loslassen können“ geht weiter

Der nächste Artikel wird Ihnen aufzeigen, wie sich das Loslassenkönnen im Laufe des Lebens verändert. Denn so viel sei schon jetzt verraten: „Loslassen ist eine Frage des Alters“. In zwei Wochen können Sie hier mehr darüber erfahren.

Praxisnahe Tipps finden sich auch im Blogbeitrag Endlich loslassen – mehr Platz für neue Ziele! Sie erfahren, warum das Loslassen unerreichter Ziele wichtig ist und von welchen Zielen Sie sich besser verabschieden sollten. Und wie das geht, können Sie im Blogbeitrag „Loslassen üben nachlesen. Was Sie mit 50 über das Loslassen wissen sollten lesen Sie im Blogbeitrag Loslassen ist eine Frage des Alters!

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