DAK-Gesundheitsreport warnt vor Hirn-Doping am Arbeitsplatz

Psychopharmaka gegen Stress: Medikamenten-Missbrauch nimmt zu.

München (März 2015) – Vor wenigen Tagen veröffentlichte Deutschlands drittgrößte Krankenkasse alarmierende Zahlen zum Missbrauch von Psychopharmaka. Dem DAK-Gesundheitsreport 2015 zufolge, nutzen immer mehr Beschäftigte leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente, um sich ihrer Arbeitsbelastung gewachsen zu fühlen. Hirndoping hat in den vergangen Jahren rasant zugenommen. Aktuell liegt die Dunkelziffer bei bis zu 12 Prozent aller Beschäftigten. Umgerechnet greifen also rund fünf Millionen Beschäftigte regelmäßig zur Psycho-Pille, um ihre Arbeit zu schaffen. Vor allem Medikamente gegen Angst, Nervosität, Unruhe, Tagesmüdigkeit und Depressionen sind gefragt. Die Einnahme dieser Medikamente geht mit hohen gesundheitlichen Risiken einher. Doch Suchtgefahren und Nebenwirkungen nehmen die Betroffenen in Kauf.

Haben Sie eine Ahnung, wie verzweifelt Ihre Mitarbeiter sind?
Die Tendenz zum Medikamenten-Missbrauch sollte jeden Personalverantwortlichen aufhorchen lassen. Denn auch der Gesetzgeber nimmt verstärkt Arbeitgeber in die Pflicht, das psychische Gefährdungspotential ihrer Arbeitsbedingungen rechtzeitig einzustufen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Seit September 2013 sind alle Betriebe unabhängig von ihrer Größe und Mitarbeiteranzahl dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich der psychischen Belastung ihrer Mitarbeiter durchzuführen und nachzuweisen. Arbeitgebern, die das nicht tun, drohen bei der nächsten psychischen Erkrankung eines Mitarbeiters erheblichen Regresspflichten. Nicht allein angesichts dieser gesetzlichen Bestimmungen ist es jetzt höchste Zeit, aktiv zu werden. Psychische Erkrankungen verursachen im Vergleich mit anderen Erkrankungen die längsten Fehlzeiten und entsprechend hohe Kosten. Nur die konsequente Einführung einer Psychischen Gefährdungsbeurteilung kann Betriebe und ihre Mitarbeiter langfristig schützen.

Als zertifizierter HAWARD BGM Berater begleitet Klaus-Dieser Böse Unternehmen bei der Einführung der Psychischen Gefährdungsbeurteilung. Um langfristig Fehlzeiten und Leistungsminderungen vorzubeugen, sollte in Ergänzung zur Psychischen Gefährdungsbeurteilung über die konsequente Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) nachgedacht werden. Dabei geht die systematische Steuerung aller betrieblichen Prozesse unter der Prämisse der Gesundheitserhaltung weit über einzelne Maßnahmen zur Gesundheitsförderung hinaus. Es geht vor allem um die Entwicklung von gesundheitsförderlichen Strukturen, um die Verbesserung von Gesundheitskompetenz und die Steigerung von Motivation und Produktivität. Unternehmen, die jetzt in ein BGM investieren, profitieren nachhaltig. Denn die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter trägt erheblich zum Erfolg eines Unternehmens bei.

Weitere Informationen? Hier können Sie weitere Informationen bekommen

Zurück